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Drei Feuerwehreinsätze parallel in Unna

Rätselhaftes Loch am Ostring

Von Sebastian Smulka, 04.05.2018
Rätselhaftes Loch am Ostring © UDO HENNES
Die Drehleiter diente als Arbeitsbühne: Niemand wusste zu sagen, wie tragfähig der Boden neben der S ...

Unna. Der Einsatzmarathon für die Feuerwehr lief am Freitag gemächlich an. Dann allerdings nahm er an Fahrt auf. Schließlich galt es, die Kräfte der einzelnen Gruppen bei drei Einsätzen klug zu koordinieren.

Das rätselhafte Loch am Morgentor dürfte zumindest von der Ursache her der ungewöhnlichste Einsatz des Tages gewesen sein. Was genau dort für ein Hohlraum liegt, ließ sich gar nicht genau ermitteln. Dies wird am Montag ein Sachverständiger erledigen müssen. Zunächst einmal reichte es der Einsatzleitung vor Ort, festzustellen, dass keine weiträumige Einsturzgefahr für die Innenstadt besteht. Mindestens vier Meter tief ist der Hohlraum, der an der Stromstation neben der Stadtmauer gefunden worden war. Etwa drei Meter misst die Lücke in der Breite. Absperrmaßnahmen wurden noch in der Nacht verstärkt. Wo vorher Flatterband das Betreten versagte, stehen nun zusätzliche Bauzäune.

Unklar ist, ob und inwiefern der Fund des Hohlraumes im Zusammenhang mit der Schachtbaustelle für den neuen Kortelbach steht. Zwischen der Lücke und der Bohrgrube liegen nur wenige Schritte Abstand. Und schon beim Abteufen der Grube war das Kellergewölbe einer alten Schnapsbrennerei gefunden worden. Dass der große Bohrer des neuen Kortelbachkanales unterirdisch die Zielgrube erreicht hat, ist erst wenige Tage her.

Am Freitag wurde dann bereits mittags festgestellt, dass die Stromstation unterhalb der Stadtmauer ein wenig abzusacken begann. Die Stadtwerke wurden informiert, diese riefen den Tiefbaupartner der Stadt, bis sehr kontrolliert eine provisorische zweite Stromstation aufgebaut und angeschlossen war. Ein Versorgungsausfall für das Umfeld, der sicherlich langfristig geworden wäre, war danach ausgeschlossen. Aber das abgeklemmte alte Stromhäuschen sackte weiter ab. In den Abendstunden kam es dann zum gemeinsamen Einsatz von Feuerwehr und THW. Das Technische Hilfswerk unterstützte unter anderem dabei, das Loch mit einer Teleskopkamera zu untersuchen. Eine Drehleiter fungierte dabei als Arbeitsbühne, hielt die Einsatzkräfte sicher über dem Boden, von dem niemand zu sagen wusste, wieviel er wohl tragen mag.

Dass diese Drehleiter den Hilgenbaum der Gemeinde Holzwickede auf der Tür trug, war bereits der allgemeinen Einsatzlage des Abends geschuldet. Denn die Drehleiter der Feuerwehr aus Unna war zwischenzeitlich mit weiteren Einsatzkräften zum Jägerweg beordert worden, von dem ein Dachstuhlbrand gemeldet worden war. Tatsächlich war allerdings im Keller eines Wohngebäudes ein Brand ausgebrochen, durch den viel Rauch entstand und aus dem Erdgeschoss quoll. Den eigentlichen Brandherd löschte die Feuerwehr mit überschaubarem Einsatz. Allerdings war die Rede von einer verletzten Person.

Ein dritter Einsatz rief die Feuerwehr nach Königsborn. Eine hilflose Person hinter verschlossener Tür war gemeldet worden. In diesen Fällen dient die Feuerwehr als Türöffner. Um Schäden durch das Aufschlagen einer Tür zu vermeiden, ist es üblich, zunächst einen Blick durchs Fenster eines Gebäudes zu werfen. Bei Einsätzen in oberen Stockwerken geschieht dies von einer Drehleiter aus. In diesem Fall war es die der Nachbarn in Kamen.

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