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Linienbus auf dem Verkehrsring

Nach Bus-Zwischenfall in Unna: Radmutter war wohl ermüdet

Von Thomas Raulf, 02.05.2018
Nach Bus-Zwischenfall in Unna: Radmutter war wohl ermüdet © UDO HENNES
Das gelöste Rad war neben der Fahrbahn liegen geblieben. Noch heute zeugt davon ein rotes Kreuz, das ...

Unna. Wie kann es sein, dass ein Busrad allein durch den Verkehr rollt? Die Frage stellt sich nach dem glimpflich verlaufenen Vorfall am Verkehrsring. Die Antwort wird vage bleiben: Es kann passieren.

Nach dem Vorfall mit einem gelösten Rad eines Linienbusses sind die Ermittlungen weitgehend abgeschlossen. Ein juristisches Nachspiel wird der Fall wohl nicht haben.

Ein Polizist hatte am Freitagnachmittag durch ein geschicktes Fahrmanöver mit seinem Streifenwagen Schlimmeres verhindert. Ein Zwillingsreifen hinten links hatte sich von dem VKU-Bus gelöst und wäre womöglich mit Passanten auf dem Ostring kollidiert, wenn der Beamte das „Geschoss“ nicht mit seinem Auto gebremst und von der Straße gedrängt hätte. Die Polizei hat den Bus, den Reifen und die Radmuttern sichergestellt. Die Untersuchung sei inzwischen abgeschlossen, erklärte Polizeisprecher Thomas Röwekamp am Mittwoch. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gebe es nicht. „Es scheint Materialermüdung gewesen zu sein.“ Die Polizei hat eine Anzeige wegen Gefährdung im Straßenverkehr gefertigt und diese mit ihrem Untersuchungsbericht an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Vermutlich werde das Verfahren dort eingestellt, meint Röwekamp.

Dass sich ein Rad löst, komme bei Bussen und Lastwagen mit Zwillingsbereifung häufiger vor. „Die kommen vielleicht auch öfter mal an Bordsteinkanten heran.“

Der Bus übrigens war gar kein eigenes Fahrzeug der VKU. Er war und ist im Auftrag der Verkehrsgesellschaft unterwegs, gehört aber dem privaten Busunternehmen Königsborner. Uwe Hüsgen, stellvertretender Betriebsleiter der VKU, erklärte, man werde bei dem Subunternehmer noch eine Stellungnahme einfordern, wie es zum Ablösen des Rades kommen konnte. Die Firma selbst sucht noch nach einer Erklärung, wie der Geschäftsführer gegenüber unserer Redaktion erklärte. Der Bus sei wieder komplett repariert und im Linienverkehr unterwegs.

Mehr private als kommunale Busse

Die VKU hat vergleichsweise wenig eigene Fahrzeuge: 79 Busse gehören dem Kreis-Unternehmen, während derzeit 96 Subunternehmer-Fahrzeuge für die VKU unterwegs sind.

Zehn Privatunternehmen hat die VKU unter Vertrag.

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