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Schilder widersprechen Gemeindeverordnung

Keine einheitliche Regel zu Hunden auf Spielplätzen

Von Christian Greis, 09.05.2018
Keine einheitliche Regel zu Hunden auf Spielplätzen © Greis
Auf dem Spielplatz an der Keltenstraße sind Hunde nicht nur als Spielgerät erlaubt, sie dürfen an de ...

Holzwickede. In der Ordnungsbehördlichen Verordnung der Gemeinde findet sich zu Tieren auf Spielplätzen ein eindeutiger Satz: „Auf Kinderspielplätzen dürfen Tiere grundsätzlich nicht mitgeführt werden, ausgenommen hiervon sind Blindenführhunde.“ Die aktuellen Schilder mit ihren Piktogrammen, die im Herbst die alten mit schriftlichen Hinweisen ersetzt haben, zeigen jedoch keinen durchgestrichenen Hund. Ein Ausrufezeichen macht deutlich, dass Hunde auf dem Spielplatz erlaubt sind, wenn sie angeleint sind.

Was gilt nun? Verordnung oder Schilder? „Im Zweifelsfall gilt das Schild vor Ort. Wir können nicht vom Bürger verlangen, die Hinweise vor Ort zu registrieren und dann nochmals zu Hause in die Verordnung zu schauen“, sagt der Erste Beigeordnete Bernd Kasischke. Mit dem Ist-Zustand ist er nicht zufrieden. „Wir müssen als Ordnungsbehörde eindeutig klären, was gilt“, sagte Kasischke.

Keine einheitliche Regel zu Hunden auf Spielplätzen
Hunde an der Leine sind erlaubt. Foto: greis
Als im Vorjahr die Schilder getauscht wurden, sei angedacht gewesen, auch die Verordnung entsprechend der Hinweise zu Hunden auf den Schildern zu ändern. Das scheint damals im Sande verlaufen zu sein. Dahin sollen sich Vierbeiner auf Spielplätzen laut Kasischke nicht verlaufen. Hundebesitzer dürfen die derzeitige Regelung als Duldung verstehen. „Kurze Leine, nicht in den Sand, nicht an die Spielgeräte. Das sollte klar sein“, so der Erste Beigeordnete.

Die derzeitige Regelung soll noch in diesem Jahr Thema innerhalb der Verwaltung werden. „Wir werden uns bei umliegenden Gemeinden informieren und beim Städte- und Gemeindebund eine Empfehlung einholen“, sagte Kasischke. Die Verwaltung könne dann eigenständig entscheiden, ob die derzeitige Verordnung entsprechend der Beschilderung geändert wird oder ob die Hunde auf den Schildern künftig mit einem roten Balken durchgestrichen werden müssen.

Kommentar der Redaktion

Verbot muss sein

Von Christian Greis

Da hatte jemand an einer entscheidenden Stelle einen Denkfehler, als die Schilder auf den öffentlichen Spielplätzen der Gemeinde getauscht wurden. Es mag die Oma geben, die mit ihrem Yorkshire Terrier das Enkelkind nur auf den Spielplatz begleiten will. Man muss aber auch immer davon ausgehen, dass es Hundehalter gibt, die rücksichtslos handeln. Dann reden wir nicht nur über Kot im Sandkasten oder angeknabberte Spielgeräte. Dann reden wir auch über Halter, die ihre Hunde nicht einschätzen können – wenn es auch die Minderheit sein mag. Ein Hund kann sich auch sonst im öffentlichen Raum losreißen und einen Passanten angehen, aber auf einem Spielplatz sollte dieses Risiko doch weitestgehend vermieden werden. Das geht nur über eine klare Regelung und die beinhaltet meiner Meinung nach ein Verbot. Das Kindeswohl muss im Vordergrund stehen.

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