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Hellweger Anzeiger
Westfälische Rundschau

NachrichtenTicker

Gegen den Stau: 33 Kilometer Seitenstreifen werden Fahrbahn

13.10.2017, 13:18 Uhr

Düsseldorf. Im Stau auf der Autobahn tut sich auf einigen Abschnitten ein legaler Ausweg auf: der Seitenstreifen. Auf zwei NRW-Strecken sollen einige Kilometer zeitweise befahren werden können. Eine grundsätzliche Lösung ist das nicht, sagt Minister Wüst. Aber eine Abhilfe.

Im Stauland Nordrhein-Westfalen können vom nächsten Jahr an auf weiteren Autobahn-Kilometern die Standstreifen zeitweise als zusätzliche Fahrspur befahren werden. Die temporäre Seitenstreifenfreigabe sei eine bewährte Methode, um kurzzeitige Spitzenbelastungen, etwa im Berufsverkehr, zu bewältigen, berichtete das Verkehrsministerium am Freitag. Die Funke Mediengruppe hatte zuvor berichtet.

Auf der A3 soll zwischen dem Autobahnkreuz Hilden und dem Dreieck Ratingen-Ost die Freigabe zwischen April und Juni 2018 kommen. Die A3 ist die am stärksten befahrene NRW-Autobahn. Anfang 2019 kommt auf der A52 die Strecke zwischen Mönchengladbach-Nord und dem Autobahnkreuz Neersen dazu. Insgesamt geht es um 33 Kilometer.

Das allein löse nicht das grundsätzliche Stau-Problem, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). „Aber wir müssen jede Maßnahme ergreifen, die Besserung verspricht.“

Eine Voraussetzung für die zeitweise Freigabe ist eine lückenlose Videobeobachtung des Abschnitts. Nur so lässt sich laut dem Landesbetrieb Straßen.NRW ausschließen, dass dort keine Autos liegengeblieben sind. Die temporäre Seitenstreifenfreigabe gibt es in NRW bisher auf zwölf Kilometern an drei Autobahn-Abschnitten: der A4 östlich von Köln, der A57 nördlich von Köln und der A45 bei Hagen.

dpa/lnw

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