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Hellweger Anzeiger
Westfälische Rundschau
Hammer Straße

Anwohner gegen Fahrradampel

21.10.2015
Anwohner gegen Fahrradampel

Autos, die an der Baustellenampel an der Hammer Straße warten müssen, sind für Anwohner eine Belastu ...

Autos, die an der Baustellenampel an der Hammer Straße warten müssen, sind für Anwohner eine Belastung. Hausbesitzer fürchten ähnliche Zustände, wenn 2016 die geplante Bedarfsampel für Fahrradfahrer in Betrieb geht. Foto: Archiv

Bei der Planung für eine Radfahrer-Querungshilfe am neuen Alleenradweg muss der Kreis verschiedene Interessen abwägen. Jetzt kommt auch der Schutz der Anwohner vor Lärm und Abgasen hinzu.

Der Alleenradweg verbindet Unna mit Welver und gilt als wichtige, jetzt komfortabel ausgebaute Verbindung. Die verstärkte Nutzung hat den Kreis Unna veranlasst, eine Querungshilfe an der Hammer Straße zu planen. Inzwischen hat der Kreis Straßen NRW von einer Bedarfsampel für Fahrradfahrer überzeugt.

Nun fürchten Anwohner eine weiter ansteigende Lärm- und Schadstoffbelastung durch die gestoppte Verkehrsführung. Sie seien ohnehin einem stetig steigenden Verkehrsaufkommen ausgesetzt, die geplante Ampel sei untragbar, schreiben Anwohner an den Kreis und Straßen NRW. Springt die geplante Ampel auf Rot, muss der Verkehr auf der Hammer Straße natürlich anhalten. Die Anwohner rechnen damit, dass wartende Fahrzeuge noch mehr Schadstoffe bringen, anfahrende noch mehr Lärm.

Die Anwohner schlagen stattdessen eine Temporeduzierung und eine Querungshilfe vor, alternativ eine Unterführung. Ein Tunnel dürfte den Kostenrahmen sprengen. Und eine Querung in Form einer Insel, einhergehend mit dem Tempolimit 50 anstatt 70, hatte der Kreis schon verworfen. Sicherer sei die Ampel.

Ortsvorsteher Wolfgang Ahlers fordert den Kreis Unna auf, auf die Anwohner zuzugehen. „Ich verstehe die Einwände der Anwohner sehr gut“, sagt Projektleiter Jürgen Busch vom Kreis Unna. „Wir müssen jetzt abwägen.“ Er habe ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die zu erwartende Immissionsbelastung durch die Ampel ermitteln soll. Busch rechnet mit geringeren Auswirkungen als durch die aktuell laufende Ampelschaltung aufgrund der Kanalbaustelle. Die Fahrradampel würde nur umspringen, wenn Fahrradfahrer das anfordern. Ein Kamerasystem soll außerdem sicherstellen, dass nicht zu viele Autos durch wenige Radfahrer gestoppt werden: Zu Stoßzeiten etwa soll erst eine größere Menge Autos „abfließen“, ehe Rot kommt. Außerdem, so Busch, dürfte die Fahrradampel mangels nächtlicher Radler nur tagsüber von Bedeutung sein.

Eine Klärung soll nun möglichst schnell erfolgen. Busch hofft auf Ergebnisse bis zum Jahresende. Die Querung der Hammer Straße für Radler soll zu Beginn der neuen Saison 2016 sicherer sein.

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