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Hellweger Anzeiger
Westfälische Rundschau

Im Gewerbegebiet Südfeld

Bangen ums schnelle Internet

12.10.2017
Bangen ums schnelle Internet © Stefan Milk
Blick aufs Gewerbegebiet Hemsack. 38 Prozent der Unternehmen haben einen Breitbandanschluss bestellt ...

Jene Unternehmen im Südfeld, die auf den Glasfaser-Ausbau in dem Heeren-Werver Gewerbegebiet warten, müssen zittern. Bisher haben sich zehn Firmen beim kommunalen Telekommunikationsunternehmen „Helinet“ gemeldet. Etwa 20 Bestellungen allerdings sind notwendig. Das sind 30 Prozent der dortigen Unternehmen.

Die Versorgung mit schnellem Internet ist zurzeit großes Thema, nicht nur in Kamen, sondern auch in den Nachbarstädten und weit darüber hinaus. Mit Bergkamen und Bönen hat die Stadt eine Kooperation geschlossen, um die letzten Bereiche anzubinden, für die in den kommenden drei Jahren kein Glasfaser-Ausbau vorgesehen wäre. Mit etwa vier Millionen Euro soll dieses „Weiße-Flecken-Projekt“ allein in Kamen gefördert werden (wir berichteten).

„Der Ausbau im Südfeld fällt allerdings nicht unter dieses Programm“, erläutert Beigeordnete Ingelore Peppmeier, die im Rathaus den Bereich Wirtschaftsförderung leitet. „Wir hoffen aber, dass der Ausbau dort noch zustande kommt.“

Mit den zehn Unternehmen sind 14 Prozent im Südfeld aktiviert worden. „Wir benötigen allerdings 30 Prozent, um Wirtschaftlichkeit herstellen zu können“, erläutert Helinet-Sprecherin Rebecca Hameister. Helinet hatte vorige Woche die Anmeldefrist bis zum Montag, 30. Oktober, verlängert. Falls die Quote erreicht wird, haben auch Privatkunden in dem Bereich die Möglichkeit, sich Glasfaser bis zum Haus legen zu lassen. Das gilt für Anwohner der Dieselstraße, Felix-Wankel-Straße, Nikolaus-Otto-Straße, Westfälischen Straße, Wideystraße und des Pröbstingholzes und Südfelds.

Für das Gewerbegebiet „Hemsack“ haben sich bei der Abfrage des kommunalen Telekommunikationsunternehmens, an dem die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Anteile haben, ausreichend Gewerbetreibende gemeldet. „Wir liegen dort bei 38 Prozent“, wie Hameister angibt. Das bedeutet, dass auch Privatkunden in diesem Bereich einen Glasfaser-Anschluss beantragen können; das gilt für Anwohner der Paul-Vahle-Straße, Werkstraße, Wilhelm-Bläser-Straße, Teile der Westicker Straße und der Straße „Hemsack“. Der Bauauftakt ist für 2018 vorgesehen.

Falls der Breitbandausbau im Südfeld in diesem Jahr nicht klappt, blicken die dortigen Unternehmer erst einmal in eine ungewisse Digital-Zukunft. „Der Zug muss aber noch nicht abgefahren sein“, so Peppmeier. Was für Helinet unwirtschaftlich sei, könnte womöglich für andere Telekommunikationsanbieter zu realisieren sein. Zurzeit aktiv auf Kamener Stadtgebiet ist beispielsweise die Deutsche Telekom. Sie baut ihre Verteilerpunkte aus. 29 Kilometer Kupferkabel zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und 68 Verteilern werden bis März kommenden Jahres durch Glasfaser ersetzt. Vom Ausbau sollen 23.350 Haushalte in Kamen profitieren. Darin eingerechnet sind auch Gewerbebetriebe.

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